SERAPH – ein neuer Literaturpreis für Phantastik

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Autor: S. Benedict-Rux
16. März 2012

Buch bei amazon ansehen / bestellen Zum ersten Mal wurde gestern auf der Leipziger Buchmesse der Literaturpreis SERAPH der Phantastischen Akademie vergeben . Der  junge Preis wird in den Kategorien „Bestes Buch“ und „Bestes Debüt“ verliehen. Die Auszeichnung für das beste Erstlingswerk ist mit einem Fördergeld von 2.000 Euro dotiert. Der SERAPH soll zukünftig jährlich herausragende Werke aus den Bereichen der Phantastik mit ihren Untergenres Science Fiction, Fantasy- und Horror-Literatur würdigen. In der Kategorie „Bestes Buch“ erhält Christian von Aster den SERAPH 2012 für „Der letzte Schattenschnitzer“. Durch seine Originalität und das hohe sprachliche Niveau konnte sich der beim Stuttgarter Verlag Klett-Cotta erschienene Titel gegen seine Mitbewerber durchsetzen.

Ebenfalls nominiert waren:

  • Heitz, Markus: Die Legenden der Albae. Vernichtender Hass (Piper)
  • Hennen, Bernhard: Die Drachenelfen (Heyne)
  • Marzi, Christoph: Memory. Stadt der Träume (Arena)

und  Meissner, Tobias: Die Soldaten (Piper)
Buch bei amazon ansehen / bestellen  Der SERAPH für das beste phantastische Debüt geht in diesem Jahr an  Nina Maria Marewski für „Die Moldau im Schrank“. Ihr Erstling ist im Schweizer Bilgerverlag erschienen. „Aus der Geschichte einer Frau von Nebenan auf einer Seite und dem mit bestechendem Einfühlungsvermögen geschriebenen Porträt einer verstörten Seele auf der anderen Seite entsteht ein faszinierendes Leseerlebnis“, wird aus der Jurybegründung zitiert.

In dieser Kategorie gab es nur zwei weitere nominierte Mitbewerber: den Roman „Ravinia“ von Thilo Corzilius (Piper) und der im Dresdner Buchverlag erschienene Titel „Katharsia“ von Jürgen Magister .

Bis zum 15. Dezember 2011 konnten Verlage ihre Vorschläge einreichen. Es wurden mehr als 80   Titel aus über 30 Verlagen eingesandt. Die Wertung der eingegangenen Bücher wurde durch 15 Juroren vorgenommen. Zur Jury gehörten unter anderem einige Lektoren großer Verlage, ein Verlagsleiter, Redakteure sowie Journalisten und sogar eine Leserjurorin.

Die Phantastische Akademie e.V. ist ein Verein zur Förderung der phantastischen Literatur in Deutschland. Auch wenn der Bereich der Fantasy bei der Leserschaft und im Portfolio der Verlage in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen hat, spiegelt sich dies nach Ansicht der Phantastischen Akademie in den Medien nicht in entsprechendem Maße wider. Noch würde Phantastische Literatur zu wenig geschätzt und kaum über sie berichtet. Ziel der Phantastischen Akademie ist es, die Anerkennung phantastischer Literatur zu fördern. Der Literaturpreis SERAPH, der von diesem Jahr an jährlich vergeben werden soll, soll hierzu beitragen.

Weitere Informationen unter www.phantastische-akademie.de

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Steffen Schunke

Diese „Phantastische Akademie“ ist ene Schöpfung der Literaturagentur Schmidt & Abrahams, ebenso der Seraph-Preis. In der Preisjury saß neben anderen auch der Cheflektor von KlettCotta.

Gewonnen hat ein Titel von KlettCotta, der von einem von Schmidt & Abrahams betreuten Autor stammt.

Da bleibt ein kleines Gschmäckle …

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