Paganini und das Weihnachtswunder

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Autor: S. Benedict-Rux
16. Dezember 2009


Diese etwa 150 Seiten lange kleine Geschichte spielt  in der Weihnachtszeit und ist im Jahr 2007 erschienen. Sie handelt von einem jungen Mann, der nach der Selbsttötung seiner Partnerin einen Neuanfang wagen will. Ein alter Mann und die Kraft der Musik wirken als Katalysator für die Annahme des Geschehenen und die Öffnung für ein neues Leben…

Einen mit ein paar Habseligkeiten gefüllten Koffer in der Hand macht sich Martin daran, Hamburg zu verlassen, da ihn hier alles an seine Anne erinnert, eine Geigenbauerin mit dem Gefühl nicht in diese Welt zu passen. Eines Tages war sie einfach verschwunden und sie ist wohl am Urlaubsort ihrer Kindheit ins Wasser gegangen. Im Zug nach München trifft Martin einen alten, Geige spielendenMann, der ihn mit dem was er sagt und tut fasziniert. Wenn man versuche sein altes Leben hinter sich zu lassen, müsse man versuchen den neuen Ort für sich zu gewinnen, meint der Geiger:

„Man muss zuerst den Tod und das Leben sehen und dann die Brücke zwischen beidem“

Diese Verbindung, so der Alte weiter, kann nur aus positiver Energie, also aus Musik bestehen. Auf dem Bahnhof in Köln folgt Martin dem geheimnisvollen Alten und verpasst dadurch seinen Anschlußzug. Er beschließt seine Reise hier für ein paar Tage zu unterbrechen und dem Rat des Mannes zu folgen.

„Er musste Anne hinter sich lassen, musste sich anderen Dingen zuwenden, ohne sie ganz und gar zu vergessen.“

Der Roman erzählt gleichermaßen von der Annahme und Bewältigung der Trauer, wie von einem Neugbeginn durch eine Öffnung für die Welt und für eine neue Liebe. Denn Martin lernt die Friedhofsgeigerin Lea kennen, die eine der Geigen von Anna spielt …

Pagaganini und das Weihnachtswunder ist eine relativ konventionell erzählte und recht voraussehbare Weihnachtsgeschichte, die manchmal nur ganz knapp am Kitsch vorbeischrammt. Unterhaltsam, aber nicht mehr. Schade eigentlich, denn es sind bisweilen interessante Ansätze zu erkennen, die einen Roman mit mehr Substanz möglich gemacht hätten.

Michaela Schwarz: Paganini und das Weihnachtswunder, Roman. Ehrenwirth 2007

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