Deutscher Buchpreis 2015 – Longlist

Autor: S. Benedict-Rux
19. August 2015

Jury gibt erste Auswahl von 20 Buchtiteln bekannt

Logo_dbp_15_CMYKObwohl er in diesem Jahr erst das elfte Mal vergeben wird, gehört der Deutsche Buchpreis schon seit Jahren zu den Literaturpreisen, die in Deutschland große Beachtung finden – nicht nur in den Feuilletons, sondern auch unter den Leserinnen und Lesern.
Alljährlich mit Spannung erwartet werden die einzelnen Etappen – erst die Longlist, dann die Shortlist und er ganz zuletzt der, nach Meinung der jährlich wechselnden Jury, beste deutschsprachige Roman des Jahres. Die siebenköpfige Jury hat dieses Jahr aus 167 Romanen aus 110 deutschsprachigen Verlagen ihre Vorauswahl der besten 20 Romane gewählt und heute veröffentlicht. Viele Schriftsteller, die sich bereits einen Namen gemacht haben sind darunter, aber auch ein paar Titel aus kleinen Verlagen und von unbekannten Autoren. Die sind die die ausgewählten Titel im Einzelnen:

  • Alina Bronsky: „Baba Dunjas letzte Liebe“. Kiepenheuer & Witsch, August 2015
  • Ralph Dutli: „Die Liebenden von Mantua“. Wallstein, August 2015
  • Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“.  Knaus, August 2015
  • Valerie Fritsch: „Winters Garten“. Suhrkamp, März 2015
  • Heinz Helle: „Eigentlich müssten wir tanzen“. Suhrkamp, September 2015
  • Gertraud Klemm: „Aberland“. Droschl, Februar 2015
  • Steffen Kopetzky: „Risiko“. Klett-Cotta, Februar 2015
  • Rolf Lappert: „Über den Winter“. Carl Hanser, August 2015
  • Inger-Maria Mahlke: „Wie Ihr wollt“. Berlin Verlag, März 2015
  • Ulrich Peltzer: „Das bessere Leben“. S. Fischer, Juli 2015
  • Peter Richter: „89/90“. Luchterhand, März 2015
  • Monique Schwitter: „Eins im Andern“. Droschl, August 2015
  • Clemens J. Setz: „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Suhrkamp, September 2015
  • Anke Stelling: „Bodentiefe Fenster“. Verbrecher Verlag, März 2015
  • Ilija Trojanow: „Macht und Widerstand“.  S. Fischer, August 2015
  • Vladimir Vertlib: „Lucia Binar und die russische Seele“. Paul Zsolnay, Februar 2015
  • Kai Weyand: „Applaus für Bronikowski“. Wallstein, März 2015
  • Frank Witzel: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. Matthes & Seitz, Februar 2015
  • Christine Wunnicke: „Der Fuchs und Dr. Shimamura“. Berenberg, März 2015
  • Feridun Zaimoglu: „Siebentürmeviertel. Kiepenheuer & Witsch, August 2015

Die Bekanntgabe der Shortlist erfolgt am 16. September 2015, der letztendliche Preisträger wird am 12. Oktober im Rahmen der Preisverleihung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse  bekanntgegeben. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die fünf anderen Finalisten jeweils 2.500 Euro. Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung verliehen.

Leseproben der Titel werden sowohl in gedruckter Form als auch zum Hören angeboten. In vielen Buchhandlungen wird ab kommender Woche ein Buch mit Leseproben und Informationen zu den Autoren ausliegen: „Die Longlist 2015 – Leseproben“ heißt der Titel, der vom Fachmagazin Börsenblatt herausgegeben wird. Darüber hinaus gibt es im Onlineradio detektor.fm vertonte Leseproben zu hören.

Buchpreis-Blogger

Nachdem schon im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse Literaturbloggern mehr Aufmerksamkeit denn je zuteil wurde – die Veranstalter hatten den Bloggern eine eigene Lounge mit einem einen Veranstaltungsprogramm eingerichtet und es gab Bloggerpaten, die die Bücher der Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 auf Ihren Blogs vorstellten – gibt es nun auch ganz neu sieben Buchpreis-Blogger, die den Entscheidungsprozess bis hin zur Bekanntgabe des Preises im Herbst mit Blogbeiträgen und Rezensionen begleiten. Es sind:

Birgit Böllinger, Sätze&Schätze
Simone Finkenwirth, Klappentexterin
Mara Giese, Buzzaldrins Bücher
Uwe Kalkowski, Kaffeehaussitzer
Jochen Kienbaum, lustauflesen.de
Jacqueline Masuck, masuko13
Tobias Nazemi, buchrevier

Von morgen an werden die Buchpreis-Blogger die 20 Titel der Liste lesen und über ihre Leseerfahrungen bloggen und diskutieren.

 

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