Rodin und Monet: Akustische Skizzen zweier Genies

Autor: S. Benedict-Rux
24. Dezember 2010


Aus Anlass des 170. Geburtstages sowohl von Auguste Rodin als auch von Claude Monet, beide im November 1840 in Paris geboren, sind im Verlag Westfire Entertainment zwei Hörbücher erschienen, die sich jeweils einem der beiden Künstler widmen.

Auguste Rodin – „Kunst ist nichts als Empfindung“

Dieses Hörbuch basiert wesentlich auf Äußerungen Rodins und und Aufzeichnungen von Rainer Maria Rilke, welcher 1905/1906 Sekretär Rodins war. Er schildert Szenen aus dem täglichen Leben mit Rodin und geht mehrfach auf die Arbeitsweise dieses genialen Bildhauers ein. Hinzu kommen Texte über Rodin von Isadora Duncan, Helene von Nostlitz und Stefan Zweig.

Die Pausen zwischen den einzelnen Teil sind sehr kurz, was dem Zuhörer anfangs einiges an Aufmerksamkeit abverlangt, um die Orientierung nicht zu verlieren, zumal nicht immer sofort klar ist wer eigentlich spricht. Aber die Aufnahmen sind hochwertig, die Figuren so überzeugend gesprochen, dass sie lebendig und echt wirken, das Feuer der Begeisterung auf den Zuhörer überspringt.

Das Booklet ist ästhetisch ansprechend gestaltet – pro Doppelseite ein Motiv und ein bis zwei Zitate, wobei der thematische Bezug bei den Fotos oft eher indirekt ist. Nur eine einzige Abbildung bildet einen Teil einer Skulptur von Auguste Rodin ab – welche es ist wird nicht angegeben. Leider. Ein wenig mehr Hintergrundinformationen, auch zu den verwendeten Quellen, wäre wünschenswert gewesen.

Auguste Rodin – „Kunst ist nichts als Empfindung“, Hörbuch von Katja Schönberg, Sprecher: Kristian Bader, Claus Boysen, Julia Hansen, Alexandra Krismer. Westfire Entertainment 2010

Spieldauer: 56:27 min


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Claude Monet – „Ich will das Unerreichbare“

Das zweite Hörbuch ist vom Aufbau her weniger kunstvoll als das erste, durch seine eher konventionelle Machart ist es jedoch sehr viel leichter dem Dargestellten zu folgen. Vielfach geht den einzelnen Hörbuchteilen voran, welchem Briefwechsel etc. der Text entnommen wurde, wer hier also zu wem „spricht“.

Für die Qualität der Aufnahmen, den Vortrag der Sprecher und der Gestaltung des Booklets gilt ähnliches wie bei dem Hörbuch über Auguste Rodin.

Abschließend bleibt zusagen, dass beide Hörbücher es trotz kleiner Schwächen auf ihre je unterschiedliche Weise schaffen, lebendige Skizzen beider Künstler hinzuwerfen und tiefer gehendes Interesse an Ihnen zu wecken.

Claude Monet – „Ich will das Unerreichbare“, Hörbuch von Pierre Oser, Sprecher: Kristian Bader, Osman Ragheb, Tillbert Strahl-Schäfer, Hannes Gastinger, Alexandrea Krismer, Reinhard Glemnitz. Westfire Entertainment 2010

Spieldauer 73:52

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