Schlagworte: Kurzgeschichten

Zurück in die Zukunft

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/ Autor: Gastrezension

Science-Fiction-Literatur von gestern zeigt, wie einst die Zukunft gesehen wurde

Buch bei amazon ansehen / bestellenVon August Werner

Rückehr der Tripods

Dem einen oder anderen werden die dystopischen Romane von John Christopher vielleicht noch ein Begriff sein. In den 70er Jahren eroberten seine dreibeinigen Maschinenwesen erst den internationalen Buchmarkt und schließlich das Fernsehprogramm. Der Brite verfasste insgesamt vier Romane um die riesigen Außerirdischen, die wie aus dem Nichts auftauchen und die Erde unterjochen. Nun ist die komplette Saga in einer limitierten und illustrierten Sonderausgabe bei Cross Cult erschienen.

Was anfangs als Kinderbuch geplant war, begeisterte zunehmend auch ein älteres Publikum und wurde zu dem, was man heute als „All Age“ bezeichnet.

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Alice Munro erhält den Literaturnobelpreis

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Die kanadische Autorin Alice Munro wird am 10. Dezember 2013 die weltweit bedeutendste literarische Auszeichnung erhalten – den Literaturnobelpreis. Dies wurde am Donnerstag bekannt gegeben. Das Nobel-Komitee würdigte die Autorin als „Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“. Munro habe „eine hohe Intensität in ihren Texten, sie kann auf 30 Seiten mehr sagen als andere Autoren auf 300“, erläuterte Peter Englund, der ständige Sekretär der Schwedischen Akademie. Der Nobelpreis ist mit rund 910.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

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Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories

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/ Autor: S. Benedict-Rux

„Die Nacht, die Lichter ist vergangene Woche mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet worden. Es ist das zweite Buch des 1977 in Halle/Saale geborenen Gegenwartsautoren.

In fünfzehn Geschichten erzählt Clemens Meyer von Menschen, die im sozialen Abseits stehen oder zumindest schon bessere Zeiten erlebt haben. Sie sind meist männlich, oft ohne wirkliche Perspektive für die Zukunft, vielleicht Harz IV – Empfänger, Kleinkriminelle oder einfach nur lebensmüde, wie der Witwer in der letzten Kurzgeschichte. Er tötet seine Hühner  und seinen Hund, bevor er wohl seinem eigenen Leben ein Ende macht. Denn wer sollte die Tiere wohl versorgen?

>>Wenn Du gewinnen musst, verlierst du.<<

Es verwundert nicht, dass nicht alle Stories gleichermaßen gefallen. Eine der schönsten ist die von Rolf, dessen Hund Piet operiert werden müsste. Dreitausend Euro würde dies Kosten, aber Rolf bekommt nur Dreihundertdreißig im Monat. Er erinnert sich an einen alten Kumpel, der früher mit Pferdewetten viel Geld gemacht hat. Die beiden versuchen ihr Glück und gewinnen, aber letztlich und auf eine unerwartete Weise wird Rolf das Geld verlieren, denn ein Happy End ist in der Welt dieser Figuren nicht vorgesehen. Sie bemühen sich, doch letztlich haben sie nicht wirklich eine Chance.

Clemens Meyer schreibt schnörkellos und psychologisiert nicht. Karg und nüchtern stellt er fest was ist – und manchmal nicht mal das. In der Technik der Andeutung und Ausparung kann man bis zu einem gewissen Punkt Ähnlichkeiten zur Erzählweise von Ralf Rothmann sehen. Mitunter sind die Lebensbedingungen und Handlungsverläufe der Geschichten in diesem Band aber sehr ähnlich und manchmal wirken die Figuren ein wenig versatzstückhaft.  Alles in allem verdienen sie dennoch die Aufmerksamkeit, die sie durch die Preisverleihung erhalten und geben Anlass, sich für die Zukunft noch mehr interessante Literatur von Clemens Meyer zu erhoffen.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories, S. Fischer Verlag 2008

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