Schlagworte: Kriminalroman

Der FrageFreitag im September

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/ Autor: S. Benedict-Rux


Heute stellt sich Thomas Kastura im Rahmen des FrageFreitags den Fragen seiner Leser.

Der am 14.09.1966 geborene Germanist schreibt seit 1998 als freier Autor. In den ersten Jahren tritt er zunächst als Sachbuchautor und Herausgeber in Erscheinung. Im Jahr 2002 erscheint sein erster Roman mit dem Titel „Die letzte Lüge“. Sein Kriminalroman  „Der vierte Mörder“ (2006) stand auf Platz 1 der Krimi Welt-Bestenliste. Diesen Monat erscheint „Das geheime Kind“, der dritte Fall von Klemens Raupach.

Dies sind die drei anderen Schriftsteller, die ihren Lesern im September ebenfalls Rede und Antwort stehen werden:

Am 10. September stellt sich Gina Mayer zur Verfügung,  Claudia Kotter folgt am 17. September und Andreas Föhr wird am 24. September Leserfragen beantworten.

Um eine Frage zu stellen, geben Sie sie bitte in das Buchfrage-Widget in der rechten Spalte dieser Seite ein. Nutzen Sie die Gelegenheit!

Deutscher Krimipreis 2010

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Der deutsche Krimipreis ist der älteste deutsche Krimipreis und wird seit 1985 vergeben. Ausgezeichnet werden Kriminalromane, die „inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen“. Folgende Krimis hat die Jury aus Kritikern, Literaturwisschenschaftlern und Buchhändlern ausgezeichnet…

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„Bücherfrühling“ in Leipzig

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Die Leipziger Buchmesse ist das bedeutendste Treffen der Buch- und Medienbranche im Frühjahr. Verlage, Autoren, Leser und Journalisten treffen sich hier und können sich über Neuerscheinungen und Trends auf dem Buchmarkt informieren. In diesem Jahr findet sie vom 12.-15. März statt.

Nachfolgend eine kleine Auswahl aus den Themen der Leipziger Buchmesse 2009:

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Europäischer Krimipreis für Henning Mankell

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Henning Mankell ist Träger des ersten  Europäischen Preises für Kriminalliteratur, dem „Ripper Award“. Der schwedische Krimiautor erhält den mit 11 111 Euro dotierten Preis am 2. März in Unna. Etwa 10.000 Krimileser hatten den Schriftsteller auf dem Krimifestival „Mord am Hellweg“ zu ihrem Favoriten gekürt. Der Europäische Krimipreis soll in Zukunft alle zwei Jahre verliehen werden.

Literarische Notizen aus dem Januar

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Peter-Huchel-Preis 2009

Mit dem Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik wird dieses Jahr Gerhard Falkner ausgezeichnet. Hölderlin Reparatur heißt der Lyrikband, der nach Ansicht der Jury „die Möglichkeiten sublimen Sprechens in einer Zeit beschädigter Sprachwelten“ erkundet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird Falkner am 3. April, dem Geburtstag Peter Huchels, verliehen.

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Krimi: Schrei nach Stille

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Anne Chaplets Krimi Schrei nach Stille schildert das Scheitern eines Experiments im Sommer 1968

Sturm in Klein-Roda. Paul Bremer wird gebeten,  bei der vor einem Jahr zugezogenen Sophie Winter nach dem Rechten zu sehen, da die Nachbarin klirrende Geräusche gehört hat und nicht selber nachsehen will. Tatsächlich findet Bremer Frau Winter eingeklemmt zwischen umgestürzten Bäumen. Er holt einen Arzt und kümmert sich um die alleinstehende Frau. Dabei macht er einige Beobachtungen, die ihn irritieren. Er beginnt Nachforschungen anzustellen, befragt seine Nachbarn und bekommt einiges zu hören, das sein Bild von seinen Mitmenschen und der scheinbaren dörflichen Idylle erschüttert.

Sophie Winter ist Autorin und hat mit ihrem Buch Summer of Love einen Bestseller mit autobiographischen Zügen geschrieben. Nach fast vierzig Jahren ist sie in das Haus zurückgekehrt, in welchem sie 1968 mit einem Mann und einer Frau zusammenlebte. Das Trio war im Ort nicht gerne gesehen, die Dorfbewohner versuchten die Hippies loszuwerden, in dem sie nicht nur schnitten, sondern massiv gegen sie vorgingen. Auch auf die Hilfe der Dorfpolizei konnten die Blumenkinder nicht zählen – im Gegenteil. Sophie Winters Rückkehr als erfolgreiche Autorin ist, wie ihr Buch, Teil ihrer Rache am Dorf. In ihrem Bestseller schildert sie Intoleranz, Hass und Polizeiwillkür, lässt die Dorfbewohner eine der jungen Frauen aus einer kleinen Hippie-Kommune zu Tode hetzen. Was ist Wahrheit, was Fiktion?

Offenbar haben einige im Ort das einstige Blumenkind wiederkannt, man legt ihr halbverweste Eichhörnchen ins Haus, bedroht sie in Telefonanrufen, legt ihr Telefon lahm. Aber das Dorf ist auch aus anderen Gründen in Unruhe. Luca, ein zwölfjähriger hübscher Junge ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden und man erinnert sich an frühere Fälle in der Gegend, in denen Kinder mißbraucht und getötet wurden.

Neben Paul Bremer ermittelt auch Kriminalhauptkomissar Giorgio DeLange. Er ist alleinerziehender Vater zweier Teenager und bei der Verfilmung von Summer of Love als Berater am Filmset im alten Polizeipräsidium in Frankfurt.  Eine der Hauptdarstellerinnen überredet ihn das Buch zu lesen. Lange weiß er nicht, was ihm daran so bekannt vorkommt, aber dann erinnert er sich an einen Fall, der in einem Seminar behandelt wurde. Es ging um eine spurlos verschwundene, außergewöhnlich schöne Frau aus einer Hippie-Kommune in einem hessischen Dorf.  DeLange fordert unter falschem Vorwand die Akte an und beginnt damit sich mit der alten Geschichte auseinanderzusetzen…

In verschiedenen, sich bisweilen kreuzenden Motivsträngen nähert man sich allmählich der Lösung. Zunächst aber zeigt Anne Chaplet wie gut sie es vermag, mit Worten eine bestimmte Stimmung aufzubauen. Sie macht die Abwehr der Dorfbewohner gegen alle Fremden genauso greifbar, wie die beklemmende Verunsicherung, die Sophie Winter zunehmend befällt. Die Krimiautorin gewährt in ihrem bis zuletzt spannenden Roman tiefe Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer Hauptfiguren, was dem Buch große Tiefe verleiht. Kenner früherer Krimis von Anne Chaplet treffen neben Paul Bremer auch weitere alte Bekannte wieder, wie zum Beispiel Bremers Freundin Karen Stark und den pensionierten Kriminalhauptkommissar Gregor Kosinski.

Ein niveauvoller Kriminalroman, der auch ohne Blutbäder Spannung bis zur letzten Seite bietet!

Anne Chaplet: Schrei nach Stille. Kriminalroman, List 2008

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Krimi mit Mystery-Komponente

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/ Autor: S. Benedict-Rux


Grauenvolle Funde machen der Polizei in Schleswig-Holstein zu schaffen: ein Serienmörder foltert junge Mädchen zu Tode, in den Rücken der Opfer brennt er eine Widmung ein: „Für Luisa, in Liebe.“ Gemeint ist damit die Fotojournalistin Luisa Miller, die der Mörder zusätzlich in Telefonanrufen bedroht. Es gibt kaum Spuren, zunächst auch keine verwertbare DNA. Dafür aber eine seit 8 Jahren ungeklärte Mordserie in Leipzig, die den Schluß nahelegt, dass es sich um denselben Täter handelt.

Luisas Lebensgefährte Kurt lässt sie mehr oder minder mit ihren Problemen allein, ihre Kollegen von der Presse stürzen sich auf sie, die Polizei hält sie  für verdächtig und auch viele Dorfbewohner machen sie mindestens indirekt für den Tod der Mädchen verantwortlich. Da klingelt ein Mann an der Tür, der unweit von ihrer Kate eine Reifenpanne hat und darum bittet, ihr Telefon benutzen zu dürfen. Sie verliebt sich in den Fremden, von dem sich bald herausstellt, dass es der bekannte Dirigent Morten Vanderberg ist. Vor einigen Jahren wurde er verwirrt und mit Gedächtnisverlust auf einem Friedhof im Elsass aufgefunden und in eine psychiatrische Klinik gebracht. In seiner Wohnung hängt ein Frauenporträt aus dem 17. Jahrhundert, welches eine überraschende Ähnlichkeit mit Luisa aufweist – Isabella de Ferrera. Für Augenblicke verwechselt er Luisa manchmal mit ihr und sein Geständnis, die Reifenpanne vorgetäuscht zu haben um sie kennenzulernen, nährt Zweifel… Doch das Spiel geht weiter und bald scheinen alle Menschen aus Luisas naher Umgebung verdächtig. Wem kann sie noch vertrauen?

Stefanie Baumm baut zum Teil auf gängigen Krimi-Motiven auf, die sie mit einer Liebesgeschichte verquickt. Hier begibt sie sich in gefährliche Nähe zu trivialen Liebesromanen. Das Motiv der unsterblichen Liebe, verbunden mit dem Reinkarnationsgedanken, ist sicher nicht jedermanns Sache. Die Autorin legt zahlreiche falsche Fährten, doch recht früh drängt sich ein Verdacht auf, der sich bestätigen wird. Da aber genug Verdächtige und Unklarheiten bleiben, bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Ihr Stil ist oft knapp, manchmal atemlos, gekennzeichnet von einer Neigung zu kurzen, aneinander gereihten Sätzen und einer Reduktion auf das Wesentliche. Die Mißhandlung der Opfer spart sie nahezu aus und überlässt es dem Leser, wie und wieweit er seine Phantasie gehen lassen will. Die Gedanken der sterbenden Mädchen werden ästhetisch überhöht dargestellt. Leser denen blutrünstige Krimis nicht liegen, werden dies mit Wohlwollen feststellen.

Fazit: Trotz einiger Schwächen hat dieser Krimi etwas fesselndes und treibt den Leser in Erwartung der Auflösung durch das Buch.

Steffanie Baumm: Unsterblich wie der Tod. Kriminalroman. Knaur Taschenbuch 2008

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Von Stefanie Baumm ist ein weiterer Krimi mit dem Kieler Ermittlerduo ist bei Droemer Knaur als Hardcover erschienen: Der Tod wartet nicht .