Schlagworte: Kinderroman

Kinderbuch-Tipp: Gefährliche Träume

/ Autor: S. Benedict-Rux

Buch bei amazon ansehen / bestellen Was für ein traumhaftes Leben, möchte man denken: Sophie lebt in einem Bücherparadies, denn ihre Eltern haben einen Buchladen. Allerdings ist es so einfach nicht, denn ihre Eltern haben außerdem noch heimlich im Keller einen Traumladen. Dort verkaufen Sie Träume, die sie destilliert haben an Menschen, die ihr langweiliges Leben mit ein paar abenteuerlichen Träumen aufregender machen wollen.

Doch das muss geheim bleiben und so ist Sophie ziemlich einsam, denn sie kann nicht so einfach Freunde mit nach Hause nehmen. Wenn das Geheimnis ihrer Familie ans Licht käme hätte das fatale Folgen, die Nachtwächter würden das nicht dulden…

Das ist aber nicht die einzige Besonderheit. Denn Sophie selber kann nicht träumen. Zumindest nicht ohne, dass sie einen der verflüssigten Träume getrunken hat. Natürlich darf sie nicht an die Flaschen abgefüllten Träume gehen, zumal sie dazu in der Lage ist, geträumte Wesen in die Realität zu holen…Auf diese Weise hat sie Monster in ihr Leben geträumt, ein seltsames Wesen aus einem Monster-im-Schrank-Traum.

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Zeitreise-Abenteuer mit historischem Hintergrund

/ Autor: S. Benedict-Rux


Kim ist Halbchinese und wohnt seit ein paar Wochen übergangsweise bei seiner Großtante Betty. Von seinem Großvater Kao hat er eine Reiseuhr mitbekommen, damit er ihn bei Heimweh besuchen kann. Als er die Uhr ausprobieren wollte, ist Kim mit seinen neuen Freunden Lisa, Dennis und Hund Willi im Jahre 1617 am Hof von König Ludwig XIII gelandet. Dieses Abenteuer erzählte Eva Maaser in ihrem ersten Kinderbuch mit dem Titel „Kim und die Verschwörung am Königshof„.

Nur wenig Zeit ist seitdem vergangen, als auf die drei Freunde schon eine neues Zeitreise-Abenteuer wartet. Dennis hat Ärger mit Lisas Klassenkamerad Latte, der ihn erpresst. Als Latte Dennis verprügelt und seine neue Taucheruhr zertritt versucht Dennis Kim zu einer Zeitreise zu überreden. Doch Kim will erst herausfinden, wie der Mechanismus funktioniert und lässt sich nicht darauf ein. Dennis macht sich heimlich an der Uhr zu schaffen. Lisa und Kim werden durch verdächtige Geräusche auf ihn aufmerksam und kommen gerade noch noch rechtzeitig hinzu. Als das Herumgewirbel und Getöse aufhört, glauben sie zunächst immer noch auch Tante Bettys Dachboden zu sein. Bald darauf finden sie heraus, dass sie sich auf einem Schiff befinden, dass gerade in eine schwere Sturmfront hineinfährt. Als das Trio den Laderaum verlässt, um Wasser und Hilfe für den schwerverletzten Hund Willie zu besorgen, werden sie von der Mannschaft erwischt und müssen als Schiffsjungen arbeiten.

Anfang des 18. Jahrhunderts war die Seefahrt noch ein riskantes Abenteuer. Obwohl es schon etliche Seekarten gab, irrten die Schiffe oft über die Weltmeere, da es noch keine sichere Methode gab, um den Längengrad der Schiffsposition zu bestimmen. Es entbrannte ein Wettstreit um die zuverlässigste Methode diesen zu ermitteln. Die Kinder befinden sich auf einem englischen Schiff, in der die Vertreter zweier Methoden um den Sieg wetteifern: Auf der einen Seite der Astronom Maskelyne, der versuchten den Längengrad mit Hilfe eines Sextanten und des Mondes zu berechnen, auf der anderen Seite der Uhrmacher Harrison junior, dessen Vater eine Uhr gebaut hat, von der er sagt, dass sie selbst auf hoher See so präzise und zuverlässig sei, dass man mit ihrer Hilfe den Längengrad sicher bestimmen könne. Durch einen Zufall bekommen Kim, Lisa und Dennis heraus, dass die Uhr sabotiert werden soll. Aber Lisa hat einen Plan, wie sie das vielleicht verhindern können…

Spannung erzielt das Buch auf verschiedene Weise. Da ist zum einen die Sorge um den verletzten Willie, der alleine im Laderaum liegt. Außerdem scheint es ratsam, dass niemand entdeckt, dass Lisa ein Mädchen ist – schließlich bringen Frauen an Bord angeblich Unglück. Ein weiterer Punkt ist natürlich, ob es dem Trio gelingt die drohende Sabotage zu verhindern und vor allem, ob sie es schaffen in die Gegenwart zurückzukehren.

Eva Maaser erzählt ihre Geschichte in einer gut verständlichen, altergemäßen Sprache. Sie schildert das schwere und entbehrungsreiche Leben der Seeleute und zeigt, welche große Bedeutung die Navigation bei diesen gefährlichen Seereisen hatte. Die drei Hauptfiguren wirken sympathisch und authentisch. Einen besonderen Effekt hat die fremde Herkunft Kims, da sie es auf eine spielerische, fast unmerklich Art möglicht, die eigene kulturelle Brille abzunehmen, um eine andere Perspektive einzunehmen.

Es wurde darauf geachtet, den Kindern die notwendigen Hintergrundinformationen zu geben. So zeigt eine der Illustrationen einen Sextanten, dessen Funktionsweise erklärt wird. In einem Anhang geht die Autorin auf die realen geschichtlichen Ereignisse ein, die diesem Kinderroman zugrunde liegen.

Eva Maaser: Kim und die Seefahrt ins Ungewisse. Mit Zeichnungen von Joachim Knappe, Coppenrath 2008, ab 9

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