Schlagworte: Graphic Novel

Im Zeichen des Widerstands

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/ Autor: Gastrezension

Wie drei Graphic Novels das Leben in Diktaturen beschreiben

Buch bei amazon ansehen / bestellenVon August Werner

Für die Kämpfer der 35. Brigade

Vom Leben und Sterben junger Widerstandskämpfer im Toulouse der 1940er Jahre erzählt Kinder der Hoffnung. Der bedingungslose Kampf dieser jungen Menschen ist bis heute ein mahnendes Beispiel. Ihr eigenes Leben opfernd, kämpften Sie für ein besseres Leben der folgenden Generationen. Marc Levy, der Sohn einer dieser Kämpfer in der Résistance, hat ihnen bereits in einem Roman ein Denkmal gesetzt. Nun wurde dieser von Alain Gran in eine Graphic Novel übertragen.

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Shakespeare’s „Sturm“ als Graphic Novel

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Buch bei amazon ansehen / bestellenIn eine Graphic Novel umgesetzte Theaterstücke haben einen gewissen Reiz. Anders als bei der Lektüre eines reinen Dramentextes bekommt man durch die Illustrationen eine bildhafte Interpretation im  Ansatz mitgeliefert – ein Stück weit fühlt es sich an, als sehe man eine Theateraufführung. Bei der Graphic Novel „Der Sturm“ , die Leopold Maurer in Bilder umgesetzt hat, wäre es ganz konkret, eine modernisierte Fassung der von Shakespeare 1610/1611 verfassten Komödie „Der Sturm, oder: Die bezauberte Insel“.

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Der Schimmelreiter als Graphic Novel

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Buch bei amazon ansehen / bestellenDer Schimmelreiter gilt als Theodor Storms reifstes Meisterwerk. Die im Zeitraum von 1886 bis Anfang 1888 entstandene Rahmennovelle über den als Gespenst herumgeisternden Hauke Haien, lebt von der Spannung zwischen Mythen und Aberglauben einerseits, und dem, durch den Bauernsohn und späteren Deichgrafen Hauke Haien vertretenen Fortschritt. Karikaturist und Comiczeichner Jens Natter hat den Klassiker in Form einer Graphic Novel neu interpretiert.
Seine Graphic Novel will als Ergänzung zur Stormschen Novelle verstanden werden, als visuelle Interpretation.

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Die Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2013

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Heute am 11. Oktober 2013 wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch, Preis der Jugendjury und der Sonderpreis für das Gesamtwerk verliehen.

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Isabel Kreitz mit Comic-Preis geehrt

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Die Zeichnerin Isabel Kreitz wurde am 8. Juni 2012 auf dem 15. Internationalen Comic-Salon in Erlangen als beste deutschsprachige Künstlerin mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. In der Laudatio wurde die Vielseitigkeit der Künstlerin hervorgehoben. Weiter hieß es dort: „Noch etwas – neben der Liebe zum Erzählen in Bildern und großem Können – zieht sich wie ein roter Faden durch alle Comics von Isabel Kreitz, so verschieden sie in Stil, Thema oder Form auch sein mögen. Und das ist ihre verschmitzte Sicht auf die Welt, ihr typischer Blick, den sie bevorzugt hinter die Fassaden der Dinge und des Seins gleiten lässt.“

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Roman goes Comic

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/ Autor: S. Benedict-Rux


Thomas von Steinaeckers Romandebüt Wallner beginnt zu fliegen stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2007 und gewann den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Erstlingswerk. In der Tat handelt es sich bei diesem Roman um ein außergewöhnliches Werk, mit dem der Autor bewiesen hat, dass er zu außergewöhnlicher Literatur fähig ist. Grund genug also, weitere Werke diese Schriftstellers mit Interesse zu betrachten. Im September erschien nun von Steinaeckers neuer Roman Geister.

Jürgen Kämmerer hätte eine Schwester gehabt. Doch kurz vor seiner Geburt verschwand die sechsjährige Ulrike und ihr Schicksal ist ungeklärt. Ulrike geistert aber auf Fotos und in Dokumentarfilmen weiter durch das Leben der Familie. Die Eltern haben das ungeklärte Verschwinden ihrer Tochter nie verwunden und auch Jürgen leidet an der Situation. Schon als Schüler hat er eine Neigung, sich aus der Realität auszuklinken und zu phantasieren. In seinem Tagebuch führt er Gespräche mit seiner großen Schwester.

Jahre später wendet sich die Comic-Zeichnerin Cordula Maas an Jürgen. Einer der Dokumentarfilme über den Fall von Ulrike hat sie dazu inspiriert „Ute“-Comics zu zeichnen und sie ist damit recht erfolgreich. Jürgen reagiert zunächst ablehnend, doch die geheimnisvolle Cordula erweist sich als hartnäckig.

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Eine Agentenstory als Graphic Novel

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/ Autor: S. Benedict-Rux


Isabel Kreitz ist wohl die bekannteste Comic-Zeichnerin Deutschlands. 1997 wurde sie mit dem Deutschen Comic-Preis ausgezeichnet. Neben eigenen Storys zeichnet sie auch Comic-Adaptionen wie zum Beispiel Erich Kästners „Der 35. Mai“ und „Die Entdeckung der Currywurst“ nach dem Roman von Uwe Timm. „Die Sache mit Sorge“ spielt zwischen Mai und Oktober 1941, den letzten fünf Monaten im Leben des deutschen Journalisten und Spions Dr. Richard Sorge.

1941 reist die Cembalo-Spielerin Eta Harich-Schneider nach Tokio und wohnt im Hause des deutschen Botschafters Eugen Ott. Sie lernt dort Richard Sorge kennen, der regelmäßig im Hause verkehrt. Zwischen den beiden entbrennt eine Affäre. Schon bald gesteht Sorge ihr seine Spionagetätigkeit für die Sowjetunion. Doch dort hört man nicht auf ihn, als er vor einem geplanten Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion warnt. Denn Stalin glaubt weiterhin an den Nichtangriffspakt mit Deutschland…

Isabel Kreitz nähert sich der Figur Richard Sorge von mehreren Seiten. Neben seiner Spionagetätigkeit zeigt sie den Menschen Sorge, der an der Einsamkeit seines Berufs zerbricht, der Alkoholsucht verfällt und zuletzt leichtsinnig seine Sicherheit und die seiner Mitarbeiter im Sorge-Ring auf´s Spiel setzt. Nebenbei schildert sie das realitätsfremde Leben der nationalsozialistischen deutschen Gemeinde in Tokio, die weiterhin ihr kulturelles Leben mit Konzerten und Cocktailpartys pflegt…

In die szenischen Darstellung der Geschehnisse fügt die Autorin mehrfach Seiten ein, die mehr erzählenden Charakter haben. Verschiedene Personen aus dem Umfeld Sorges äußern sich dort zu den Ereignissen aus ihrer jeweils subjektiven Sicht und helfen dem Leser die Geschehnisse besser einzuordnen. Sie erinnern an die Interviews von Zeitzeugen, wie sie in den letzten Jahren vielfach in historischen Doku-Sendungen im Fernsehen zu sehen sind.

Der Klappentext preist das Buch als eine Geschichte fern aller Agentenklischees. Dem ist insofern zuzustimmen, als diese Graphic Novel sicher nichts für Leser ist, die nach einer typischen actionreichen Agentengeschichte suchen. Die Comicautorin hat für diese Story verschiedene Quellen aus Ost und West herangezogen und die unterschiedlichen Blickwinkel berücksichtigt. Das Bemühen, die Geschehnisse historisch fundiert und aus mehreren Perspektiven darzustellen ist vielfach zu spüren. Die Folge ist, dass dieses Buch dadurch weniger im klassischen Sinne unterhaltend, aber dafür informativer auf den Leser wirkt, als man dies zuerst vermuten würde. Historisches Hintergrundwissen ist zum besseren Verständnis der Handlung jedoch sehr hilfreich. Insofern ist die achtseitige Dokumentation im Anhang ausdrücklich positiv hervorzuheben.

Fazit: „Die Sache mit Sorge“ ist eine ernst zu nehmende Graphic Novel für geschichtsinteressierte Leser ab 16 Jahren. Leser die nach einem packenden Agententhriller suchen, sind jedoch wahrscheinlich mit anderen Büchern besser bedient.

Isabel Kreitz: Die Sache mit Sorge. Stalins Spion in Tokio. Mit einer Dokumentation von Frank Giese, Carlsen 2008.

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