Schlagworte: Dystopie

Jugendbuch-Tipp: Pageturner zum Thema künstliche Intelligenz

/ Autor: S. Benedict-Rux

Boy in a White Room von Karl Olsberg ist ein packender Thriller für Jugendliche.

Buch bei amazon ansehen / bestellenEr erwacht in einem weißen Raum und hat keine Erinnerung. Wer ist er? Wie ist er hierhergekommen und warum ist er eingesperrt? Wenigstens gibt es in dem Raum eine Computerstimme, die sich Alice nennt und wenn diese ihm auch nicht sagen kann, wer er ist, so kann er mit ihrer Hilfe doch wenigstens im Internet recherchieren und sich die Ergebnisse auf den weißen Wänden anzeigen lassen. Das ist der Ausgangspunkt des Thrillers Boy in a White Room, der sich in teils schwindelerregender Weise um das Thema Identitätsfindung und künstliche Intelligenz dreht.

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Die Straße – Dystopie in düstergrau

/ Autor: Gastrezension

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von Wilko Steffens

Ein namenloser Mann und sein Sohn irren durch eine postapokalyptische Welt, eine Ruine der zerstörten Zivilisation, in der es nur noch eines gibt: Asche. Ein Ziel haben sie nicht. Gleich Angehörigen eines Pariavolkes ist ihre Heimat das unentwegte Wandern (hier: in Richtung Süden), dessen Movens lediglich dem elementarsten Bedürfnis des menschlichen Daseins folgt: Der Suche nach Nahrung.

Es ist die voraussetzungs- und schonungslose Konfrontation mit einer toten Welt bar jeglicher Illusion, der Cormac McCarthys Roman Die Straße seine verzweifelte Intensität verdankt. Zugegeben: Das dystopische Grundgerüst des Textes ist so alt wie die Kulturgeschichte selbst. Selten jedoch wurde es derart konsequent durchdekliniert, was auf mehrere Gründe zurückzuführen ist.

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Immer noch lesenswert: „Fahrenheit 451“

/ Autor: S. Benedict-Rux


Die Erstausgabe dieses Science Fiction-Klassikers erschien 1953  in New York. Fahrenheit 451 gehört wie George Orwells 1984 (1945) und Aldous Huxleys Schöne neue Welt (1932) in die Reihe jener Anti-Utopien, in denen die Freiheit des Individuums durch die Gleichmacherei eines totalitären Staats vernichtet wird.

Ray Bradbury schildert in seinem Roman eine Zukunftsgesellschaft, in der die Menschen durch Dauerberieselung aus Radio und Fernsehwänden manipuliert und vom Nachdenken abgehalten werden. So soll verhindert werden, dass die Menschen realisieren, dass sie nicht wirklich glücklich sind.  Hatte die Gesellschaft einst freiwillig aufgehört zu lesen, da es viel einfacher war die angebotene Unterhaltung zu konsumieren, so gelten Bücher nun als Unruhestifter und sind deshalb verboten.

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