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Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories

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/ Autor: S. Benedict-Rux

„Die Nacht, die Lichter ist vergangene Woche mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet worden. Es ist das zweite Buch des 1977 in Halle/Saale geborenen Gegenwartsautoren.

In fünfzehn Geschichten erzählt Clemens Meyer von Menschen, die im sozialen Abseits stehen oder zumindest schon bessere Zeiten erlebt haben. Sie sind meist männlich, oft ohne wirkliche Perspektive für die Zukunft, vielleicht Harz IV – Empfänger, Kleinkriminelle oder einfach nur lebensmüde, wie der Witwer in der letzten Kurzgeschichte. Er tötet seine Hühner  und seinen Hund, bevor er wohl seinem eigenen Leben ein Ende macht. Denn wer sollte die Tiere wohl versorgen?

>>Wenn Du gewinnen musst, verlierst du.<<

Es verwundert nicht, dass nicht alle Stories gleichermaßen gefallen. Eine der schönsten ist die von Rolf, dessen Hund Piet operiert werden müsste. Dreitausend Euro würde dies Kosten, aber Rolf bekommt nur Dreihundertdreißig im Monat. Er erinnert sich an einen alten Kumpel, der früher mit Pferdewetten viel Geld gemacht hat. Die beiden versuchen ihr Glück und gewinnen, aber letztlich und auf eine unerwartete Weise wird Rolf das Geld verlieren, denn ein Happy End ist in der Welt dieser Figuren nicht vorgesehen. Sie bemühen sich, doch letztlich haben sie nicht wirklich eine Chance.

Clemens Meyer schreibt schnörkellos und psychologisiert nicht. Karg und nüchtern stellt er fest was ist – und manchmal nicht mal das. In der Technik der Andeutung und Ausparung kann man bis zu einem gewissen Punkt Ähnlichkeiten zur Erzählweise von Ralf Rothmann sehen. Mitunter sind die Lebensbedingungen und Handlungsverläufe der Geschichten in diesem Band aber sehr ähnlich und manchmal wirken die Figuren ein wenig versatzstückhaft.  Alles in allem verdienen sie dennoch die Aufmerksamkeit, die sie durch die Preisverleihung erhalten und geben Anlass, sich für die Zukunft noch mehr interessante Literatur von Clemens Meyer zu erhoffen.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories, S. Fischer Verlag 2008

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Preis der Leipziger Buchmesse 2008

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Bis zum 16.03.08 lockt die Leipziger Buchmesse Verlage, Autoren und Leser mit einem bunten Strauß aus Neuerscheinungen, Workshops, Lesungen und anderen Veranstaltungen auf das Messegelände. Zum Auftakt wurde gestern der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung verliehen:  der niederländische Publizist Geert Mak wurde für sein Gesamtwerk geehrt.  Heute wurde der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Dieser Buchpreis soll, so Oliver Zille, der Direktor der Leipziger Buchmesse, nicht nur die Arbeit der Verlage und des Buchhandels würdigen, sondern den Lesern auch Leseempfehlungen geben. Was also empfiehlt die siebenköpfige Jury aus Literaturredakteuren namhafter Medien?

In der Kategorie „Belletristik“ fiel die Wahl auf Clemens Meyers Die Nacht, die Lichter  (S. Fischer Verlag). –> Rezension lesen

Im Bereich „Sachbuch und Essayistik“ wurde Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt (Berlin Verlag) von Irina Liebmann ausgezeichnet.

Beste Übersetzung unter den Neuerscheinungen ist: Joanot Martorell: Der Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc in der Übersetzung von Fritz Vogelgsang (S. Fischer Verlag)

Bücherfrühling: Leipziger Buchmesse beginnt morgen

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Vom 13.03.08 bis 16.03.08 öffnet die Leipziger Buchmesse wieder ihre Pforten für Verlage, Autoren und Leser. Schwerpunktland der diesjährigen Buchmesse ist Kroatien. 38 Autoren verschiedener Stilrichtungen sind zu Gast, um die mittelopsteuropäische Literatur vorzustellen. Einer von ihnen ist der serbisch schreibende Autor Bora Cosic, der 2002 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhalten hat. Angedacht ist ein längerfristiges, auf drei Jahre angelegtes Projekt, welches die kroatische Literatur und ihre Autoren auf dem deutschen Buchmarkt bekannter machen soll.

2300 Autoren aus 36 Ländern stellen Neuheiten und Trends auf dem Buchmarkt vor. Im Rahmen von „Leipzig liest“ werden 1500 Autoren aus ihren Werken lesen – unter ihnen so prominente wie Martin Walser, Elke Heidenreich, Thomas Brussig, Katja Lange-Müller, Clemens Meyer, Ken Follett, Jan Philipp Reemtsma, Josef Haslinger, Andrea Maria Schenkel und Feridun Zaimoglu.

Im Programmbereich Kinder, Jugend, Bildung kann die Buchmesse Zuwächse von zehn Prozent hinsichtlich Aussteller- und Veranstaltungszahl verbuchen. Dieses Jahr ist das Kinder- und Jugendbuchprogramm verstärkt auf Leseförderung und frühkindliche Bildung ausgelegt. 350 Lesungen und Veranstaltungen für die jungen Leser sind geplant. Bekannte Kinder- und Jugendbuchautoren wie Paul Maar, Mirjam Pressler, Kai Meyer , Elisabeth Zöller, Andreas Steinhöfel und Waltraud Lewin werden erwartet. Hinzu kommen noch etwa 160 Veranstaltungen, die sich an Pädagogen richten.

Mit Spannung wird auch wieder der erste Höhepunkt der Buchmesse erwartet – gleich am ersten Messestag wird der Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Belletristik, Sachbuch / Essayistik und Übersetzung vergeben.

Links:

www.leipziger-buchmesse.de

www.leipzig-liest.de 

Preis der Leipziger Buchmesse: Nominierungen Belletristik

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Vom 13. – 16. März 2008 öffnet die Leipziger Buchmesse wieder ihre Pforten. Gleich am ersten Messetag beginnt um 16.00 Uhr die öffentliche Preisverleihung in der Glashalle des Messegeländes. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung vergeben. Die nominierten Neuerscheinungen der Kategorie Belletristik sind:

Weitere Informationen und die Nominierten der beiden anderen Kategorien unter http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/