Preis der Leipziger Buchmesse vergeben

Autor: S. Benedict-Rux
13. März 2014

Buch bei amazon ansehen / bestellenHeute am 13. März hat die die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die drei Preisträger  in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung bekannt gegeben.
Gewinner der Kategorie Belletristik ist Saša Stanišić, der für seinen Roman „Vor dem Fest“ ausgezeichnet wird. Dieser erzählt von einer Nacht vor dem Annenfest in der fiktiven Stadt Fürstenfelde in der Uckermark und öffnet zugleich eine Tür in die Vergangenheit. „’Vor dem Fest‘ unternimmt eine Probebohrung in die Tiefe deutscher Geschichte als Mythologie; ein Unternehmen allerdings, das den gegenwärtigen Kult weihevollen Gedenkens subtil verspottet“, heißt es in der Begründung der Jury.

In der Kategorie Sachbuch/Essayistik geht der Deutsche Buchpreis an  „Der Schatten des Fotografen“ von Helmut Lethen. Für seine Übersetzung  von William T. Vollmanns „Europe Central“ aus dem Amerikanischen wird der Autor, Schauspieler und Regisseur Robin Detje ebenfalls mit dem Buchpreis ausgezeichnet. Seine Arbeit als Schauspieler möge ihm vielleicht bei der Übertragung dieses an Positionen, Charakteren und Perspektiven reichen Romanes zugute gekommen sein, wenn er für den „schöpferischen Akt“ der Übertragung in ein anderes Sprachsystem „fremde sprachliche Rollen“ schlüpfe, mutmaßt die Jury.
Der Preis der Leipziger Buchmesse ist in jeder Sparte mit einem Preisgeld von 15.000 € ausgestattet.

Buch bei amazon ansehen / bestellenDer Publikumsliebling aus dem Online-Voting stand bereits am 06.03.14 fest. Leser hatten die Möglichkeit aus dem Bereich Belletristik ihren eigenen Favoriten zu wählen. Mit einem Anteil von 43,37% der abgegebenen Stimmen belegte Fabian Hischmann mit seinem im Berlin Verlag erschienen Debütroman „Am Ende schmeissen wir mit Gold“  den ersten Platz bei der Abstimmung. Ihm folgte mit 25,84 Prozent der Roman „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić (Luchterhand Literaturverlag). Insgesamt wurden 1.158 Stimmen abgegeben. Anders als bei den von der Jury vergebenen Preisen ist ist diese Auszeichnung nicht mit einem Preisgeld verbunden.
Die Leipziger Literaturschau ist bis zum 16. März geöffnet. Dieses Jahr steht das Gastland Schweiz im Mittelpunkt. Etwa 80 Autoren aus dem Nachbarland sind angereist, um die Literatur ihres Landes zu vertreten und vorzustellen. Der Anteil an Literatur aus der Schweiz am deutschen Buchmarkt beträgt bislang nur knapp zwei Prozent und soll erhöht werden.
Das zeitgleich stattfindende Leipziger Literaturfestival „Leipzig liest“  verwandelt mit seinen rund 3.200 Veranstaltungen und Lesungen die ganze Stadt in eine Hochburg des Buches und des Lesens. Literatur-Prominenz aus dem In- und Ausland sowie prominente Schaupieler und Musiker beteiligen sich an diesem großen Lesefest.

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