Herzogin Anna Amalia Bibliothek wird wiedereröffnet

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Autor: S. Benedict-Rux
23. Oktober 2007

Herzogin Anna AmaliaMorgen wird die bei einem Brand am 2. September 2004 stark beschädigte Herzogin Anna Amalia Bibliothek wiedereröffnet. Bei dem Brand vor 3 Jahren sind etwa 50 000 kostbare Bücher und Manuskripte durch Feuer und Löschwasser endgültig zerstört worden. Etwa 16 000 Bände sind seitdem restauriert worden, etliche warten noch auch ihre meist aufwendige Einzelrestaurierung. Die Experten hoffen bis zum Jahre 2015 mit der Restaurierung der Buchschäden fertig zu sein.

Die herzogliche Sammlung wurde 1691 gegründet. Unter der Regentschaft der Namenspatronin Anna Amalia (1739-1807) wandelte sich Weimar zum Zentrum der Goethezeit.  Es gelang ihr, herausragende Geistesgrößen wie Goethe (von 1797 bis 1832 Bibliotheksleiter der Herzogin Anna Amalia Bibliothek), Wieland, Herder und Schiller an ihren Hof zu ziehen. Die Bibliothek stand Lesern aller Schichten offen und zählte seinerzeit etwa 400 eingetragene Nutzer.

Herzogin Anna Amalia war eine für ihre Zeit außergewöhnliche Frau. Sie war belesen, sprach Altgriechisch und Italienisch, was mit ihrem Interesse an der Antike zusammenhing. Bücher konsumierte sie nicht einfach, sie fertigte Exzerpte an und übersetzte Schriften. Wenig bekannt ist, dass sie sogar komponierte.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehört zum klassischen Weltkulturerbe und ist die wichtigste Bibliothek der deutschen Literatur zwischen 1750 und 1850.

Buchtipps:

Annette Seemann: Anna Amalia. Herzogin von Weimar, Insel 2007

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Annette Seemann: Die Geschichte der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Insel Bücherei 2007

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