Nika in den Charts

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Autor: S. Benedict-Rux
27. Juni 2009


Nika, Loretta und Sarie-Ann sind als Siegerinnen der Castingshow in der neuen Girlband Zoom 303. Über Nacht beginnt für Nika ein neues Leben. Das Trio geht mit ihrer knallharten Mangagerin Montafon und dem Bandbetreuer Jan auf Tour, um die neue Band bekannt zu machen. Am Rande ihres ersten Auftritts wird Nika unfreiwillig Zeuge eines Gesprächs zwischen ihrer Managerin und dem Geschäftsführer der Plattenfirma Reent Angermann. Nika traut ihren Ohren kaum: Angermann will das Versprechen, dass die Siegerinnen der Castingshow eine ganze CD aufnehmen dürfen nur einhalten, wenn die Single in den Charts drei Wochen unter die ersten fünf Titel kommt. Was noch viel überraschender ist – ausgerechnet die sonst so distanziert wirkende Montafon setzt sich für die Mädchen ein. Aber offenbar ist das Verhältnis zwischen Managerin und Plattenchef ziemlich schlecht und dummerweise wird Nika anschließend von Frau Montafon ertappt.

Auch sonst läuft es nicht ganz so, wie Nika es sich wünschen würde. Mit der geheimnisvollen und etwas kühlen Loretta müssen sie und Sarie-Ann sich erst noch richtig anfreunden, sie vermißt ihre Freundinnen Meggie, CC und natürlich auch ihren Luka, der nach London gegangen ist um dort an seiner eigenenMusikkarriere zu arbeiten . Das neue Popstar-Leben ist sehr anstrengend und hat für ihren Geschmack viel zu viel mit Interviews, Fotoshootings und viel zu wenig mit Singen und Musik zu tun. Als Sarie-Ann wegen eines Fernsehbeitrags die Band verlassen muss, steht Nika vor einer schwierigen Entscheidung. Wird sie aus Solidarität zu ihrer Bandkollegin die Band verlassen oder die neue Sängerin akzeptieren?
Der dritte Band der Nika-Reihe ist wie seine Vorgänger temporeich, gut zu lesen und auch witzig. Nika ist ein wenig reifer geworden und handelt nicht immer so impulsiv wie in den ersten Büchern der Serie. Die 16-jährige Sängerin versucht ihren Weg zu finden, der irgendwo zwischen den Ansprüchen die an sie gestellt werden und ihrem eigenen Wunsch sie selbst zu bleiben verläuft. Etwas unglaubwürdig wirkt die Handlung aber mitunter schon, zum Beispiel, wenn ihre besten Freundinnen eine eigene Sendung im Internet bekommen.
Das dürfte aber die Lesefreude der jugendlichen Leserinnen, die die Reihe ansprechen soll, nicht weiter stören!

Jürgen von Bülow: Ich bin´s Nika! In den Charts! Kosmos, 2009.

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