Fletcher Moon – Privatdetektiv (Eoin Colfer)

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Autor: S. Benedict-Rux
12. November 2008


Anders als zum Beispiel in den Artemis Fowl-Büchern oder in der Serie um Cosmo Hill, verwendet Bestseller-Autor Eoin Colfer in seinem Krimi um jungen Privatdetektiv Fletcher Moon keine Fantasy- oder Science Fiction-Elemente.

„Mein Name ist Moon. Fletcher Moon. Und ich bin Privatdetektiv.“

Fletcher ist zwölf Jahre alt und hat einen Online-Privatdetektivkurs an einer privaten Akademie gemacht. Um den Kurs abzuschließen und eine Detektivmarke zu bekommen, hat er die Geburtsurkunde seines gleichnamigen Vaters eingereicht. Im zarten Alter von  drei Jahren hat er seinen ersten Fall gelöst. Ständig steckt er seine Nase in die Angelegenheit anderer und schafft sich damit nicht unbedingt Freunde. Seine geringe Körpergröße hat ihm den Spitznamen „Halbmond“ eingetragen und viele halten ihn einfach  nur für einen Klugscheißer mit einem Detektiv-Tick.

Etwa ein Dutzend Fälle um verschwundene Pausenbrote und ähnliches hat er in der Zwischenzeit aufgelöst und fühlt sich nun erfahren genug, um größere Herausforderungen anzunehmen. Da beauftragt ihn die barbiepuppenhafte Avril eine verschwundene Locke des Popstars Shona Biederbeck wiederzufinden und den Dieb zu überführen. Avril hat da auch einen ganz konkreten Verdacht. Red Sharkey war´s, einer der Söhne aus der berüchtigten Sharkey-Familie. Nun denn, Red Sharkey war es auch, der ihm just an diesem Tag seinen wertvollsten Besitz, die Detektivmarke, geklaut hat…

Die Ermittlungen geraten bald außer Kontrolle. Weitere Diebstähle und Vorfälle sind in dem kleinen Ort Lock geschehen und es scheint, dass sie in engem Zusammenhang zueinander stehen. Um an Informationen zu kommen, verlässt Detektiv Moon den legalen Boden und greift mit seinem iBook und einem falschen Account auf die Website der Polizei zu.  Fletcher lässt sich in das Geschehen hineinziehen, wird erst krankenhausreif geprügelt und gilt bald auch als einer der Hauptverdächtigen. Nur wenn er flüchtet und den oder die Täter überführt, kann er seine Unschuld beweisen. Aber er erhält auch Hilfe von unerwarteter Seite und kann so den kniffligen Fall einer Lösung zuführen.

Eoin Colfer greift an der einen und anderen Stelle zu Klischees um seine Figuren und ihre Handlungsweisen zu beschreiben. Da er aber selbstironisch damit umgeht und die Figuren überzeichnet, ist man geneigt ihm dies zu verzeihen, zumal sein Detektiv-Krimi temporeich, witzig und spannend geschrieben ist.

Eoin Colfer: Fletcher Moon – Privatdetektiv. Roman, Aus dem Englischen von Catrin Frischer, List Taschenbuch 2008, ab 11

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