Ein abenteuerliches Jugendbuch um eine alte Kultur

Autor: S. Benedict-Rux
27. Oktober 2007

Der Atlantis CodeMatt ist enttäuscht. Als er in den Ferien aus dem Internat nach Hause kommt, hat seine Mutter, eine Computer-Spezialistin, keine Zeit für ihn. Ein interessanter und lukrativer Auftrag im Ausland winkt und so soll der fünzehnjährige Matt die Ferien bei seinem Vater verbringen. Darauf hat er nun gar keine Lust, denn sein Vater ist ein zum Chaos neigender Archäologe der alles vergisst, wenn er eine spannende Spur verfolgt – bestimmt auch, dass Matt die Ferien nun bei ihm verbringen soll. Und so ist Matt nicht wirklich verwundert, als er zum Haus seines Vaters kommt und dieser nicht da ist. Auch die Unordnung, die verstreuten Bücher und Papiere machen ihn nicht sofort stutzig. Doch dann geschehen Dinge, die Matt sich nicht erklären kann und er findet eine verschlüsselte Botschaft seines Vaters. Er ist sich nicht sicher ob er sie richtig verstanden hat, aber wenn ja, dann ist er entführt worden und Matt soll die Hilfe seiner Tante und ihres Arbeitgebers suchen. Also nimmt Matt zusammen mit seiner Tante, ihrem reichen und an Historischem ebenfalls interssierten Julius Venture und seiner überaus rätselhaften Tochter Robin die Suche nach Matts Vater auf. Bald stößt auch der letzte Auftraggeber seines Vater  dazu. Es ist der einflussreiche Geschäftsmann Atticus Harper, für den Matts Vater den verschollenen Schatz des Ritterordens vom Heiligen Johannes suchen sollte. Nach und nach kommt Matt zusammen mit seinen Verbündeten uraltem und gefährlichem Wissen auf die Spur, das ein Größenwahnsinniger für seine Zwecke mibrauchen will.

Phantastisches, Anklänge an „Indiana Jones“ und Thrilleranteile mixt Justin Richards zu einem unterhaltsamen und fesselnden Jugendbuch, das gemächlich beginnt und zunehmend an Fahrt gewinnt. Matt wirkt lebendig und bietet sich sehr schnell als Identifikationsfigur an, seine Eltern bleiben etwas karikaturhaft. Andere Figuren wie Julius und Robin Venture oder der Geschäftsmann Atticus Harper bleiben lange geheimnisvoll bzw.  nicht wirklich einzuordnen, was im Sinne des Spannungsaufbaus auch durchaus sinnvoll ist. „Der Atlantis Code“ ist also gute und spannende Unterhaltung, die insbesondere Jungen ab  12 Jahren sicherlich zu fesseln vermag.

Justin Richards: Der Atlantis Code,  Aus dem Englischen übersetzt von Anne Braun, Loewe 2007

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