Literatur-Kategorie: Erzählungen

Lesenswerte Erzählungen aus dem Frühwerk von Alice Munro

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Buch bei amazon ansehen / bestellenMit dem Erzählband Was ich dir schon immer sagen wollte schenkt der Dörlemann Verlag den deutschsprachigen Lesern Erzählungen aus dem Frühwerk der Kanadierin Alice Munro, welche für ihre Erzählungen in der Tradition der Short Stories bekannt ist und geachtet wird. Schon in ihren frühen Werken, dies ist schon nach der ersten und titelgebenden Geschichte klar, überzeugt Munro durch ihre nur scheinbar einfachen Erzählungen, die tiefgründig sind und in denen das Unausgesprochene unübersehbar aus einem Nebensatz hervorlugt – auch Unaussprechbares, Ungeheures.

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Weihnachtsgeschichten ohne Zuckerguss

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/ Autor: S. Benedict-Rux

Buch bei amazon ansehen / bestellenIn dieser Weihnachtsanthologie haben die Herausgeber 25 kurze Erzählungen, Märchen und Gedichte unterschiedlichster Schriftsteller zum Thema Weihnachten zusammengestellt. Neben eher Klassischem, etwa von Hans Christian Andersen, Erich Kästner und Anton Chechov finden sich darin auch Texte von Gegenwartsautorinnen und -autoren wie Doris Dörrie, Elke Heidenreich und Martin Suter. Die titelgebende Geschichte „Weihnachten bei Hoppenstedts“ von Loriot ist in der Anthologie nicht zu finden, dafür aber sein bitterböses und doch herrliches Gedicht „Advent“.

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Das Büro als Bühne

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/ Autor: Ernst Stöckmann

Eine neue Anthologie zum Angestelltenthema bei Robert Walser öffnet den Vorhang für ein poesiereiches Stück Alltag

Buch bei amazon ansehen / bestellen  Robert Walsers vielgestaltige Dichtungen zur Büroarbeitswelt entwerfen eine literarische Soziologie des Angestellten, dem es in einer durchrationalisierten Arbeitswelt (‚Büro‘) immer wieder vor allem um Eines geht – Selbstbehauptung gegenüber entfremdeter Tätigkeit. Die ebenso schlag- wie friedfertigen Helden Walsers reihen sich damit in eine lange Tradition der Angestelltenliteratur ein, die anschlussfähig ist bis in unsere Tage.

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Kleine Prosa – große Wirkung

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/ Autor: Gastrezension

Stille Post aus der Schweiz

Buch bei amazon ansehen / bestellenVon Martin Uckley

Wer sich aufmacht, um in die Vielzahl der Welten, die Urs Widmer in Stille Post skizziert, einzutauchen, erlebt ein einprägsames Potpourri der Empfindungen. Eine Reise, die inspiriert, verschreckt, gelegentlich langweilt, oft befremdet, aber immer zum Nachdenken auffordert.

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Leo Richters Porträt (Daniel Kehlmann)

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/ Autor: S. Benedict-Rux


Das Doppelporträt von Leo Richter, einem fiktiven Autor aus Kehlmanns Erzählband „Ruhm“, und Daniel Kehlmann erschien erstmals 2008 im ZEITmagazin und ist für die hier vorgestellte Buchausgabe von den Autoren überarbeitet worden.

Eine renommierte Zeitschrift tritt an Leo Richter heran und möchte ein Porträt des bekannten Schriftstellers veröffentlichen. Der Autor sagt zu und bereut es schon in derselben Minute –

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Wir fliegen – Erzählungen von Peter Stamm

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/ Autor: S. Benedict-Rux



Der Erzählband „Wir fliegen“ versammelt zwölf  Erzählungen von Peter Stamm und ist 2008 im S. Fischer Verlag erschienen. Seit 2009 ist er auch als preiswerte Taschenbuchausgabe erhältlich.

Stamms Helden in diesem Buch sind zumeist Menschen wie Du und ich. Mal abgesehen von dem mutmaßlich impressionistischen Maler in der Erzählung In die Felder muss man gehen… und dem Geistlichen in Kinder Gottes leben sie vielfach in recht gewöhnlichen Umständen und Situationen, wie der Leser sie in seinem eigenen Umfeld finden könnte.

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Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories

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/ Autor: S. Benedict-Rux

„Die Nacht, die Lichter ist vergangene Woche mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet worden. Es ist das zweite Buch des 1977 in Halle/Saale geborenen Gegenwartsautoren.

In fünfzehn Geschichten erzählt Clemens Meyer von Menschen, die im sozialen Abseits stehen oder zumindest schon bessere Zeiten erlebt haben. Sie sind meist männlich, oft ohne wirkliche Perspektive für die Zukunft, vielleicht Harz IV – Empfänger, Kleinkriminelle oder einfach nur lebensmüde, wie der Witwer in der letzten Kurzgeschichte. Er tötet seine Hühner  und seinen Hund, bevor er wohl seinem eigenen Leben ein Ende macht. Denn wer sollte die Tiere wohl versorgen?

>>Wenn Du gewinnen musst, verlierst du.<<

Es verwundert nicht, dass nicht alle Stories gleichermaßen gefallen. Eine der schönsten ist die von Rolf, dessen Hund Piet operiert werden müsste. Dreitausend Euro würde dies Kosten, aber Rolf bekommt nur Dreihundertdreißig im Monat. Er erinnert sich an einen alten Kumpel, der früher mit Pferdewetten viel Geld gemacht hat. Die beiden versuchen ihr Glück und gewinnen, aber letztlich und auf eine unerwartete Weise wird Rolf das Geld verlieren, denn ein Happy End ist in der Welt dieser Figuren nicht vorgesehen. Sie bemühen sich, doch letztlich haben sie nicht wirklich eine Chance.

Clemens Meyer schreibt schnörkellos und psychologisiert nicht. Karg und nüchtern stellt er fest was ist – und manchmal nicht mal das. In der Technik der Andeutung und Ausparung kann man bis zu einem gewissen Punkt Ähnlichkeiten zur Erzählweise von Ralf Rothmann sehen. Mitunter sind die Lebensbedingungen und Handlungsverläufe der Geschichten in diesem Band aber sehr ähnlich und manchmal wirken die Figuren ein wenig versatzstückhaft.  Alles in allem verdienen sie dennoch die Aufmerksamkeit, die sie durch die Preisverleihung erhalten und geben Anlass, sich für die Zukunft noch mehr interessante Literatur von Clemens Meyer zu erhoffen.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter. Stories, S. Fischer Verlag 2008

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