Thomas-Mann-Preis für Daniel Kehlmann

16. April 2008, 08:27:58

Der Autor Daniel Kehlmann erhält den Thomas Mann-Preis 2008 der Hansestadt Lübeck. Ihre Wahl begründet die Jury unter anderem mit folgenden Worten: “Die Ehrung gilt dem scharfsinnigen Essayisten und klugen Geschichtenerzähler, dessen Romane und Novellen mit artistischer Verve und in leichtfüßiger Nachfolge Thomas Manns mit Humor, Ironie und tieferer Bedeutung ihre sehr ernsten Scherze treiben.”Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle drei Jahre vergeben, zuletzt 2005 an Walter Kempowski. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober statt.

Der 33-jährige Philosoph und Literaturwissenschaftler Kehlmann hatte schon mit Ich und Kaminski einen internationalen Erfolg. Einem breiten Publikum wurde er jedoch erst durch seinen überaus erfolgreichen Roman Die Vermessung der Welt bekannt, welcher in 40 Sprachen übersetzt wurde und der 37 Wochen auf Platz 1 der “Spiegel”-Bestsellerliste stand.

Quelle: Mitteilung der Hansestadt Lübeck

Band 3 der Eragon-Reihe erscheint im September

8. April 2008, 10:32:29


Der Erscheinungstermin des dritten Bandes der Fantasy-Sage von Christopher Paolini wurde mehrfach verschoben. Die Verlagsgruppe Random House kündigt sein Erscheinen nun für den September an und stellt eine kleine Leseprobe zur Verfügung. Der Originaltitel von Band 3 lautet Brisingr, die deutsche Übersetzung trägt den Titel Die Weisheit des Feuers. Ein vierter Band soll die Reihe abschließen.

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Hans Christian Andersen-Medaille 2008

2. April 2008, 18:17:20

Jürg Schubiger und Roberto Innocenti mit der Hans Christian Andersen-Medaille ausgezeichnet

Der Hans Christian Andersen-Preis wird alle zwei Jahre vom International Board on Books for Young Poeple (IBBY) an einen Autor und einen Illustrator für ihr Gesamtwerk verliehen. Die unter der Schirmherrschaft der dänischen Königin Margrethe II. stehende Auszeichnung gilt als renommierteste internationale Auszeichnung für Autoren und Illustratoren der Kinder- und Jugendliteratur. Die Preisverleihung wird im Rahmen des 31. internationalen IBBY-Kongresses am 7. September in Kopenhagen stattfinden.

Zuletzt konnte sich der schweizer Autor Jürg Schubiger über die Nominierung seines Bilderbuches Der weiße und der schwarze Bär für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 freuen.

Quelle: Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.

Berliner Literaturpreis und Gastprofessur für Ulrich Peltzer

28. März 2008, 10:41:42

Der Schriftsteller Ulrich Peltzer erhält den mit 30.000 euro dotierten Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung. Seit 2005 ist damit die Berufung auf auf die “Heiner-Müller-Gastprofesur für deutschsprachige Poetik” an der Freien Universität Berlin verbunden. Der Berliner Literaturpreis würdigt die Leistung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die mit ihrem literarischen Werk die Gegenwartsliteratur weiterentwickeln und vorantreiben. Ulrich Peltzer erhält ihn bereits das zweite Mal. Im Jahr 1996, kurz nach der Veröffentlichung seines zweiten Romans Stefan Martinez , wurde er erstmals mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman Teil der Lösung, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war.

Quelle: Informationsdienst der Wissenschaft

Deutscher Jugendliteraturpreis 2008 - Nominierungen

14. März 2008, 15:10:16

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur hat heute auf der Leipziger Buchmesse die Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 bekanntgegeben. Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und zeichnet herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur aus. Nominiert sind folgende Bücher:

Bilderbuch:

  • Christian Duda / Julia Friese: Alle seine Entlein (Bajazzo Verlag), ab 4
  • Lee Tae-Jun / Kim Dong-Seong: Wann kommt Mama? (Baobab beim NordSüd Verlag ), ab 4
  • Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe (Antje Kunstmann Verlag), ab 7 -> Rezension lesen
  • Jürg Schubiger / Eva Muggenthaler: Der weiße und der schwarze Bär (Peter Hammer Verlag), ab 5
  • Jacob und Wilhelm Grimm / Susanne Janssen: Hänsel und Gretel (Hinstorff Verlag), ab 10 -> Rezension lesen
  • Gipi: 5 Songs, Aus dem Italienischen von Giovanni Peduto (avant-Verlag), ab 13

Kinderbuch:

  • Hermann Schulz / Tobias Krejtschi: Die schlaue Mama Sambona (Peter Hammer Verlag), ab 6
  • Zoran Drvenkar / Martin Baltscheit: Zarah. Du hast doch keine Angst, oder? (Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher), ab 7
  • Paula Fox: Ein Bild von Ivan, Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit (Boje Verlag), ab 10
  • Mireille Geus: Big, Aus dem Niederländischen von Monica Barendrecht und Thomas Charpey ( Verlag Urachhaus), ab 11
  • Benny Lindelauf: Das Gegenteil von Sorgen ((Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher), ab 12
  • Cynthia Kadohata: KIRA-KIRA, Au dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn (Gerstenberg Verlag), ab 12

Jugendbuch:

  • John Green: Eine wie Alaska, Aus dem Englischen von Sophie Zeitz (Carl Hanser Verlag), ab 13
  • Kevin Brooks: Kissing the Rain, Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn (dtv), ab 13
  • Andreas Schendel: Dann tu´s doch (Nagel & Kimche), ab 13
  • Meg Rosoff: was wäre wenn, Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit (Carlsen Verlag), ab 14
  • Anthony McCarten: Superhero, Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié (Diogenes Verlag), ab 14
  • Włodzimierz Odojewski: Ein Sommer in Venedig, Aus dem Polnischen von Barbara Schaefer (SchirmerGraf Verlag), ab 16

Sachbuch:

  • David A. Carter: 1 roter Punkt, Aus dem Englischen von Uli Blume (Boje Verlag), ab 3
  • Karoline Stürmer / Doris Katharina Künster: Pole, Pckeis, Pinguine. Leben im ewigen Eis (dtv Reihe Hanser), ab 11
  • Nikolaus Nützel: Sprache oder Was den Mensch zum Menschen macht (cbj), ab 12
  • Ange Zhang: Rotes Land Gelber Fluss. Eine Geschichte aus der chinesischen Kulturrevolution, Aus dem Englischen von Friedbert Stohner (Carl Hanser Verlag), ab 13
  • Andres Veiel: Der Kick. Ein Lehrstück über Gewalt, Aus dem Französichen von Eva Plorin (DVA), ab 14
  • Bernice Eisensstein: Ich war das Kind von Holocaustüberlebende, Aus dem Englischen von Henriette Heise (Berlin Verlag), ab 16

Preis der Jugendjury:

  • Michael Gerard Bauer: Running Man, Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann (Nagel & Kimche), ab 13
  • John Boyne: Der Junge im gestreiften Pyjama, Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit (Fischer Schatzinsel), ab 13
  • John Green: Eine wie Alaska, Aus dem Englischen von Sophie Zeitz (Carl Hanser Verlag),  ab 13
  • Marie-Aude Murail: Simpel, Aus dem Französischen von Tobias Scheffel (Fischer Schatzinsel), ab 13
  • Bjørn Sortland: Die Minute der Wahrheit. Roman über die Liebe und die Kunst, Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger (Carl Hanser Verlag), ab 13
  • Rachel Cohn / David Levithan: Nick & Norah. Soundtrack einer Nacht, Aus dem Englischen von Bernadette Ott (cbt), ab 14

Die Sieger werden am Freitag den 17. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

Quelle: http://www.jugendliteratur.org/akj_litpreis2008/index.htm

Preis der Leipziger Buchmesse 2008

13. März 2008, 19:46:44

Bis zum 16.03.08 lockt die Leipziger Buchmesse Verlage, Autoren und Leser mit einem bunten Strauß aus Neuerscheinungen, Workshops, Lesungen und anderen Veranstaltungen auf das Messegelände. Zum Auftakt wurde gestern der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung verliehen:  der niederländische Publizist Geert Mak wurde für sein Gesamtwerk geehrt.  Heute wurde der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Dieser Buchpreis soll, so Oliver Zille, der Direktor der Leipziger Buchmesse, nicht nur die Arbeit der Verlage und des Buchhandels würdigen, sondern den Lesern auch Leseempfehlungen geben. Was also empfiehlt die siebenköpfige Jury aus Literaturredakteuren namhafter Medien?

In der Kategorie “Belletristik” fiel die Wahl auf Clemens Meyers Die Nacht, die Lichter  (S. Fischer Verlag). –> Rezension lesen

Im Bereich “Sachbuch und Essayistik” wurde Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt (Berlin Verlag) von Irina Liebmann ausgezeichnet.

Beste Übersetzung unter den Neuerscheinungen ist: Joanot Martorell: Der Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc in der Übersetzung von Fritz Vogelgsang (S. Fischer Verlag)

Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Ralf Rothmann

19. Februar 2008, 10:34:54

Ralf Rothmann durfte sich in den letzten Jahren über eine ganze Reihe von Ehrungen und Literaturpreisen freuen. Letztes Jahr erhielt er den Erich-Reger-Preis, am 4. März wird er mit dem Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster für sein Gesamtwerk geehrt. Damit nicht genug, der Preisregen geht weiter: Ralf Rothmann erhält am 18. Mai den Literaturpreis 2008 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er folgt damit Daniel Kehlmann (2006) und Petra Morsbach (2007) nach. Der Literaturpreis will Autoren auszeichnen, “die der Freiheit ihr Wort geben”.

Ausführliche Informationen auf der Seite der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Rezensionen im Literatur Blog:

Rehe am Meer. Erzählungen, Suhrkamp Verlag 2006.

“Die fünf Tore” Bd. 4 erscheint erst im Frühjahr 2009

15. Februar 2008, 16:35:13

Fans des actionreichen Fantasy-Thrillers von Anthony Horowitz fiebern schon längst dem vierten Band entgegen (Rezension des dritten Bandes hier). Ursprünglich sollte dieser im Herbst 2008 erscheinen. Da der Autor mit der Verfilmung von Alex Rider stark beschäftigt ist, musste der Erscheinungstermin  auf das Frühjahr 2009 verschoben werden.

Quelle: Loewe Verlag

Achtung liebe Fünf Tore-Fans - es gibt Neuigkeiten und die stehen hier

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“Der schönste erste Satz” - das Buch der Begründungen

13. November 2007, 09:37:19

Vergangene Woche wurden die Gewinner des Wettbewerbs um die schönsten Buchanfänge bekannt gegeben. Ergänzend sei hier auf das von der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung lesen herausgegebene Buch hingewiesen, in welchem die schönsten ersten Sätze und etliche Begründungen versammelt sind:

Initiative Deutsche Sprache / Stiftung lesen: Der schönste erste Satz, Hueber Verlag 2007

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Rezension auf Deutschlandradio Kultur

“Der schönste erste Satz” - Buchanfänge gekürt

6. November 2007, 22:49:14

Die Initiative deutsche Sprache und die Stiftung Lesen hatten zu einem Wettbewerb aufgerufen. Von Mai bis September konnten Leserinnen und Leser an der Initivative “Der schönste erste Satz” teilnehmen. Sie waren aufgefordert den Titel eines deutschsprachigen Buches mit dem nach ihrer Meinungen interessantesten Eingangssatz zu nennen und ihre Wahl zu begründen. Besonders häufig wurden der Anfang von Franz Kafkas ”Verwandlung” und der erste Satz aus Cornelia Funkes “Tintenherz” vorgeschlagen. Auswahlkriterium war jedoch nicht die Häufigkeit der Nennung, sondern die jeweilige Begründung.

Folgende  Buchanfänge hat die Jury nun als besonders verheißungsvoll ausgewählt:

  1. Günter Grass: Der Butt
  2. Franz Kafka: Die Verwandlung
  3. Siegfried Lenz: Der Leseteufel

 Der schönste erste Satz eines Kinderbuches ist für die Jury der Eingangssatz aus Janoschs “Lari Fari Mogelzahn

Weitere Informationen:

Das Buch zum Wettbewerb

Der schönste erste Satz

Netzzeitung